Die CharakterClownin

Bildungsreise zur CharakterClownin

Neben dem ZirkusClown ist die CharakterClownin die Figur, die die Individualität unserer Persönlichkeit – aus der heraus wir zur eigenen Clownin finden – in den Vordergrund stellt. Wir arbeiten nicht mit artistischen Nummern und Kunststücken, sondern erforschen und unterstützen das Auffinden und Hervorbringen der jeweils ganz eigenen clownesken Art zu sein.

Clownschule für frauen KölnSomit hat das Training den Focus, sich seiner individuellen Bewegungs- und Ausdrucksmöglichkeiten bewusst zu werden, diese zu erweitern und eine künstlerisch-clowneske Umsetzung für das, was entsteht, zu finden.

Frauen als Clownin waren in der Vergangenheit eher selten zu sehen. Darum möchten wir Frauen darin unterstützen und ermutigen, ihre Clownin zu entdecken und somit eine wertvolle Multiplikatorin für die Verbreitung von Freude zu sein.

So ist die Bildung ein fortwährender persönlicher wie clownesker Wachstumsprozeß, der beruflich wie auch zwischenmenschlich bereichert.

 

Vom Gewohnten zum Ungewohnten

Die Vielfältigkeit des Ausdrucks ist uns häufig durch einschränkende, daher negative Aspekte unserer Erziehung, die wir von erzogenen Personen erhalten haben, verloren gegangen. Wir haben aus unserer Erziehung und den Erfahrungen, die wir mit Menschen und Situationen gemacht haben, Denkmodelle / Meinungen über uns selbst und die Welt entwickelt, nach denen wir leben.

Clown Workschop KölnDiese Denkmodelle / Meinungen geben uns ein gewohntes, daher „sicheres“ Bild und sind für unsere Lebensgestaltung manchmal förderlich, können aber auch ausdrucks-einschränkend sein. An diesen Einschränkungen halten wir oft ein Leben lang fest. Z.B.: „ich kann nicht malen“, „ich kann nicht tanzen“, „ich sehe in dieser oder jener Bewegung / Bekleidung unmöglich aus“, „dieses oder jenes ist blöd zu fragen oder zu sagen“, „ich bin zu laut/leise“, „ich kann mich schlecht ausdrücken“ usw. Dies sind nur einige Beispiele von hindernden Bedenken, die es schwer machen, etwas Ungewohntes auszuprobieren.

Unsere Erfahrungen, Gedanken und auch die einschränkenden Sichtweisen formen unseren Charakter, das, was wir „Ich“ nennen. Das Kennenlernen der eigenen Person ist neben dem „ClownsHandwerk“ notwendig, um spielerisch aktiv die einschränkenden Bewertungen, Verurteilungen und Einstellungen für ein Wachstum förderndes, befreiendes Clownspiel zu nutzen. Ob uns Charakterzüge gefallen oder missfallen: die entstehende Spielfreude lässt auch die wertvolle Dynamik unserer so genannten Unzulänglichkeiten lebendig werden.

Die Begriffe wie „CharakterClownin“ oder „Die Clownin in Dir“ oder „Dein Lächeln braucht Dich“ bezeichnen diesen Prozess. Das ClownSpiel, das so aus der Persönlichkeit eines Menschen heraus kreiert wird, gibt der Clownin die fühlbare Präsenz, die dem Zuschauer das direkte Miterleben erleichtert. Mit diesem Spielpotenzial so natürlich wie möglich in einer Bühnensituation zu sein, ist die Kunst des Spielens.

Hier gehts zu einem Solo der Abschlussaufführung: http://www.youtube.com/embed/F65hwKwOokY